Vor ein paar Monaten haben wir ein altes Hoodie aus dem Schrank gezogen. Zwei Jahre alt, oft gewaschen, oft getragen. Die Nähte hielten noch. Die Farbe war kaum verblasst. Daneben lag ein anderes Teil, gekauft bei einem Fastfashionlabel, kaum ein Jahr alt. Der Stoff war dünn geworden, der Kragen ausgeleiert, die Form einfach weg.
Zwei Kleidungsstücke, zwei völlig unterschiedliche Geschichten. Genau an diesem Punkt setzen wir an.
Qualität ist für uns kein Wort für die Webseite
Viele Marken schreiben heute „nachhaltig“ auf ihre Produkte, ohne dass sich an der Produktion wirklich etwas ändert. Ein grünes Label, ein paar Buzzwords, fertig. Bei uns ist das anders gedacht. Wenn wir über faire Produktion sprechen, meinen wir nicht eine Marketingzeile, sondern eine Entscheidung, die wir bei jedem einzelnen Teil treffen. Welcher Stoff wird verwendet. Unter welchen Bedingungen wird genäht. Wie lange soll das Stück eigentlich halten.
Das klingt erstmal unspektakulär. Ist es auch. Aber genau diese Unspektakularität ist der Unterschied zwischen einer echten Haltung und einer Kampagne.
Biobaumwolle fühlt sich anders an, nicht nur moralisch
Wenn wir über Biobaumwolle sprechen, geht es uns nicht nur um Umweltfragen, auch wenn die natürlich mitspielen. Es geht um etwas, das man direkt am Körper merkt. Der Stoff ist weicher. Er behält seine Form auch nach vielen Wäschen. Er franst nicht so schnell aus. Wer unseren Hoodie nach zwei Jahren noch anzieht und er sitzt immer noch gut, der versteht sofort, warum uns das wichtiger ist als ein Preisschild, das auf den ersten Blick günstiger aussieht.
Konventionelle Baumwolle wird oft unter hohem Pestizideinsatz angebaut, braucht enorme Mengen Wasser und belastet die Böden über Jahre. Biobaumwolle wächst langsamer, dafür schonender. Das Resultat ist ein Material, das stabiler bleibt, auch wenn man es ständig trägt, wäscht, wieder trägt.
Wer näht eigentlich unsere Kleidung
Hinter jedem Stück steckt ein Mensch, der es genäht hat. Das klingt banal, wird aber in der Modebranche oft vergessen. Billige Preise entstehen fast immer dadurch, dass irgendwo gespart wird. Meistens bei den Löhnen der Menschen, die am Ende der Kette stehen und am wenigsten Stimme haben.
Uns ist wichtig, dass die Produktion fair bleibt. Nicht als Lippenbekenntnis, sondern als Bedingung, bevor ein Teil überhaupt in Produktion geht. Das bedeutet, wir arbeiten mit Partnern, bei denen wir wissen, unter welchen Bedingungen gearbeitet wird. Keine Blackbox, keine anonyme Lieferkette irgendwo auf der Welt, über die niemand Bescheid weiß.
Diese Entscheidung kostet uns manchmal Zeit, manchmal auch Geld. Trotzdem ist sie für uns nicht verhandelbar. Nachhaltige Streetwear bedeutet für uns beides gleichzeitig, gutes Material und faire Bedingungen für die Menschen, die es verarbeiten.
Warum unsere Teile nicht die günstigsten sind
Wir wissen, dass unsere Preise nicht die niedrigsten im Markt sind. Das ist kein Versehen. Wer wirklich billig produzieren will, muss irgendwo sparen. Entweder am Material, dann hält das Teil nicht lange. Oder an den Menschen, die es herstellen, dann trägt am Ende jemand anders die Kosten, nur unsichtbar.
Uns war wichtiger, ehrlich zu bleiben, auch wenn das bedeutet, dass wir nicht die schnellste oder günstigste Option sind. Ein Teil, das drei Jahre hält, ist am Ende oft die klügere Entscheidung als drei Teile, die jeweils ein Jahr halten und dann im Müll landen.
Was das für euch als Community bedeutet
Wer ein Stück von uns trägt, trägt mehr als nur Stoff. Es ist eine kleine, stille Aussage: mir ist es nicht egal, wie meine Kleidung entsteht. Genau das meinen wir, wenn wir sagen, dass unsere Community über Ego steht. Es geht nicht darum, wer am lautesten ist, sondern darum, welche Haltung man mitträgt, ohne sie ständig erklären zu müssen.
Wir bauen keine Marke, die mit Nachhaltigkeit wirbt und dann im Kleingedruckten etwas anderes macht. Wir bauen eine Marke, bei der Qualität und faire Produktion einfach selbstverständlich dazugehören, so wie ein gutes Material sich selbstverständlich gut anfühlt.
Ein ruhiger Schluss
Das alte Hoodie liegt inzwischen wieder im Schrank, bereit für den nächsten Winter. Vielleicht trägt es jemand noch in fünf Jahren. Genau dafür machen wir das, was wir machen. Nicht für den schnellen Hype, sondern für das Stück, das bleibt.